Die eingeleitete
Niederschlagswassermenge ist abhängig von der Größe
der versiegelten Fläche je Grundstück. Der Einführung
eines Gebührensplittings muss daher eine Bemessung der versiegelten
Flächen je Grundstück vorausgehen. Eine Erfassung der Versiegelungsfläche
kann über eine sogenannte "Selbstauskunft", also eine
Befragung der Bürger oder aber über terrestrische Vermessung
erfolgen. Diese
Möglichkeiten haben den Nachteil, dass sie entweder nur eine geringe
Objektivität bzw. einen hohen Zeit- und Kostenaufwand erfordern.
Eine effiziente
Lösung des Problems ist dagegen durch die luftbildgestützte
Versiegelungskartierung gegeben. Die Basis einer solchen Auswertung
bilden großmaßstäbige Color-Luftbilder (ab ca. 1:5.000)
aus dem zeitigen Frühjahr, bei denen aufgrund der noch nicht vorhandenen
Belaubung eine hohe Bodensichtbarkeit gewährleistet ist. Die Auswertung
erfolgt über eine GIS-gestützte visuelle Interpretation. Dabei
werden unterschiedliche Versiegelungsklassen erfasst und mit entsprechenden
ALK-Daten bzw. digitalen Flurstücksinformationen verschnitten und
analysiert. Als Ergebnis wird eine Datenbank erstellt, aus der eine
Versiegelungsbilanz für einzelne Grundstücke abgeleitet werden
kann. Diese lässt sich über eine Schnittstelle in die Gebührendatenbank
einbinden und dient so der Umsetzung des Gebührensplittings. Zur
Visualisierung lassen sich bei einer entsprechenden GIS-Ausstattung
die Ergebnisse der Versiegelungskartierung als Bild auf dem Bildschirm
darstellen oder aber auf einem Plotter ausgeben.
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