Bayerische Staatsforsten forcieren Digitalisierung.
Der Wald wird immer digitaler. In der Forstwirtschaft bieten innovative Prozesse großes Potential und unterstützen insbesondere die Wertschöpfungskette von der Holzproduktion über die Ernte bis zum Transport hin zur verarbeitenden Industrie.
Die Bayerischen Staatsforsten wollen daher zukünftig die Anpassung der Forsteinrichtungsprozesse und deren IT-Unterstützung optimieren, um einen höheren Digitalisierungs- und Automatisierungsgrad zu erreichen und gleichzeitig die Datenqualität zu verbessern. Eine wichtige Rolle dabei spielen Fernerkundungsdaten und -produkte.
Neues Projekt „Waldplanung 4.0“ in Bayern
Ein Ziel des auf fünf Jahre ausgelegten Projekts „Waldplanung 4.0 – Forstliche Fernerkundung“ der Bayerischen Staatsforsten ist die automatisierte Ableitung forstlicher Fachprodukte aus Fernerkundungsdaten.
Die Projektpartner EFTAS, AVT, GI Geoinformatik und Materna werden dazu innovative Methoden und Produkte entwickeln, die in den Regelbetrieb integriert werden. Im Fokus der Entwicklungen steht die Optimierung der Forsteinrichtung. Weiterhin soll auch die Reaktion auf große Schadereignisse mit Fernerkundungsdaten und Analysemethoden unterstützt werden.
Prozessierung von forstlichen Fachprodukten
EFTAS bringt in das Projekt seine langjährige Expertise im Bereich der Fernerkundung ein. Das Münsteraner Unternehmen ist unter anderem für die Weiterverarbeitung der genutzten Fernerkundungsdaten zuständig und entwickelt Methoden und Algorithmen zur Ableitung neuer forstlicher Fachprodukte.
Geplant sind Produkte zur Analyse der Vegetationshöhen- und Struktur, Baumartenklassifizierungen und Forststrukturkarten, die unter Nutzung von Luftbildern, Laserscan-Daten, Satellitenbild-Zeitreihen und modernen KI-Algorithmen erzeugt werden. Diese Fachprodukte werden in das Forstinventurverfahren integriert zur Effizienzsteigerung der Forsteinrichtung.
Bei Schadereignissen, beispielsweise aufgrund von Stürmen, ist eine bedarfsweise Erfassung betroffener Flächen im Rahmen einer „Fast-Response“-Kartierung geplant. EFTAS wird hierzu kurzfristig auf Basis von Fernerkundungsdaten entsprechende Karten mit Schadflächen erstellen und so die Entscheidungsprozesse bei den Bayerischen Staatsforsten unterstützen. Ziel ist eine standardisierte und schnelle Abschätzung der eingetretenen Schadenssituation.










