Unter dem Titel „Does The Ground Remember?“ findet im Böckenbusch (Dülmen) eine gegenwartsbezogene Auseinandersetzung mit Themen wie Krieg, Terror und Naturzerstörung statt. Das bewaldete Areal ist bis heute geprägt von zahlreichen Bombenkratern aus dem Zweiten Weltkrieg und dient jetzt als Kulisse für Skulpturen, Installationen und Performancekunst. Studierende der Kunstakademie Münster – Hochschule für Bildende Künste und Kunstschaffende aus dem Münsterland präsentieren dort ihre Werke.
80 Jahre nach Kriegsende ist die Erinnerung an die Schrecken von Krieg und nationalsozialistischer Terrorherrschaft wichtiger denn je. Immer häufiger wird ein Ende dieser Erinnerungskultur gefordert, um historische Ereignisse umzudeuten und zu verklären. Das Projekt Kunstkrater stellt sich mit einem klaren Bekenntnis zum Frieden dagegen, im Dialog und mit künstlerischen Ausdrucksformen.
Deshalb unterstützen wir das Projekt des ‚Fördervereins für Kunst und Kultur Dülmen e.V.‘ sehr gerne als Sponsor. Zusätzlich tragen wir mit ausgewählte Fernerkundungsprodukten, die die historischen Krater aus der Vogelperspektive dokumentieren, zur Ausstellung bei.
Besonders eindrucksvoll ist eine aktuelle digitale Geländeschummerung. Auf dieser sind im Osten des Böckenbuschs dutzende Bombenkrater noch immer als Vertiefungen in der Oberfläche deutlich sichtbar. Darstellungen wie diese zeigen: Der Blick von oben macht Geschichte sichtbar!
„Wir freuen uns, mit unserer Expertise im Bereich der Fernerkundung und Geodatenverarbeitung einen Beitrag zu diesem besonderen Kunstprojekt leisten zu können“, erklärt Dr. Andreas Müterthies von EFTAS. „Die Kombination aus künstlerischer Auseinandersetzung und wissenschaftlicher Visualisierung schafft eine eindrucksvolle Plattform, um Geschichte und Gegenwart zu verbinden.“
Die Freiluft-Ausstellung kann noch bis zum 29. Juni in Dülmen besichtigt werden. Im Anschluss werden die Arbeiten von Mitgliedern der ‚vhs fotokunst AG Lüdinghausen‘, die das Thema fotografisch begleiten, in einer Fotoschau an mehreren Orten im Münsterland präsentiert.
Sie wollen mehr über das Projekt Kunstkrater erfahren?
Hier finden Sie die Projektwebseite: www.kunstkrater.de
Oder lesen Sie den Artikel der Frankfurter Rundschau: Wenn aus Bombenkratern Kunst erblüht










