Monitoring für den Erhalt der Biodiversität

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Die biologische Vielfalt nimmt weltweit ab.

Diesem bedenklichen Trend versucht die nationale und internationale Politik mit verschiedenen Instrumenten entgegen zu wirken, z.B. durch die Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung, durch die EU-Strategie zur Erhaltung der biologischen Vielfalt bis 2020 oder durch Komponenten der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU.

Die richtigen Maßnahmen zu treffen ist durch die komplexen Abhängigkeiten zwischen Naturwerten, Ökosystemleistungen und sozioökonomischen Faktoren nicht trivial.

Um die Entwicklung der Biodiversität und die Auswirkungen von Maßnahmen auf europäischer Ebene objektiv zu überwachen und zu beurteilen, werden fundierte Daten benötigt.

Mit dem Europäischen Monitoring der Biodiversität in der Agrarlandschaft (EMBAL) wurde 2018 ein Ansatz vorgestellt, mit dem harmonisierte Daten zur biologischen Vielfalt über die EU-Mitgliedsstaaten hinweg erfasst werden können.

EMBAL basiert auf Feldvermessungen von Landschaftsausschnitten (sog. „Plots“) mit einer Größe von 25 ha (500 x 500 m). Die Erhebung folgt einem dreifachen Ansatz: (1) eine Flächenerhebung, bei der Parameter auf landwirtschaftlichen Parzellen und Landschaftselementen erfasst werden, (2) eine Vegetationserhebung auf der Grundlage von 4 Transsektkartierungen, bei der Strukturparameter der Vegetation und der Schlüsselarten bewertet werden, und (3) eine Fotodokumentation zur visuellen Charakterisierung der Parzellen und Transsekte sowie zur Verfolgung von Veränderungen im Laufe der Zeit.

Das EMBAL-Verfahren wird in 2020/21 von einem Konsortium bestehend aus EFTAS, dem Institut für Agrarökologie und Biodiversität (IFAB) und dem österreichischen Umweltbundesamt (UBA) weiter optimiert.

Eine Schlüsselstrategie für die EMBAL-Optimierung ist die Fokussierung der Erfassung auf leicht zu identifizierende Parameter wie das Auftreten blühender Schlüsselartengruppen und ökologischer Indikatoren, die über rein botanische Aspekte hinausgehen. Dieser Ansatz ermöglicht es durch die Standardisierung der Erfassung, deren Ergebniszuverlässigkeit zu erhöhen und die Gruppe potenzieller Kartierer mit entsprechender Qualifikation für groß angelegte Erhebungen zu erweitern.

Mit dieser Vorgehensweise ist auch die Integration der EMBAL-Erfassung in den Europäischen In-situ-Erhebungsrahmen LUCAS und das LUCAS-Grasland-Modul 2018 eine denkbare Perspektive.

Getestet wurde die überarbeitete und erweiterte Erfassungsmethode mit Pilotkartierungen von April bis Juni an ca. 250 Erhebungseinheiten in Deutschland, Spanien, Rumänien und Österreich.

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