LUCAS und Copernicus. Zwei Größen in der europäischen Geodatenlandschaft. Beide bezeichnen Programme zur Bereitstellung europaweiter Informationen über Landnutzung und Landbedeckung. Jedes Programm hat seine eigene Geschichte, seine eigene Zielsetzung und seine eigene Begründung. Die „Land Use/Cover Area Frame Survey“, kurz LUCAS [interner Link nn], ist eine europaweite Erhebung, die auf der Grundlage einer systematischen Flächenstichprobe vergleichbare Statistiken zur Landnutzung und Landbedeckung liefert. Die Erhebungsstellen werden von der Europäischen Kommission statistisch ausgewertet.
Das Ziel von Copernicus, früher bekannt als GMES (Global Monitoring for Environment and Security), ist der Aufbau einer europäischen Infrastruktur zur Umweltüberwachung. Copernicus verfügt über eine Flotte von Erdbeobachtungssatelliten zur Bereitstellung spezifischer Geoinformationsdienste.
Daher handelt es sich bei LUCAS und Copernicus um zwei völlig unterschiedliche Programme. Im Auftrag des Europäischen Themenzentrums für Stadt, Land und Boden (ETC/ULS) und der Europäischen Umweltagentur (EEA) analysierte EFTAS die Schnittstellen dieser beiden Programme im Hinblick auf den Aspekt der Überwachung. Wie lassen sich diese beiden Programme hinsichtlich zeitlicher, thematischer und räumlicher Prozesse sowie Datenmodelle miteinander vereinbaren?
Die Studie hat gezeigt, dass LUCAS einen Beitrag zum Copernicus-Programm leisten kann. Auf der Grundlage der Ergebnisse wurden Empfehlungen zur Verbesserung und Harmonisierung verschiedener Datenmodelle und Prozesse ausgesprochen. Es wurden nicht nur weitere empirische Analysen vorgeschlagen, sondern es wurde auch die Bereitstellung von Ergebnissen für die EAGLE-Arbeitsgruppe (Eionet [Europäisches Umweltinformations- und Beobachtungsnetz]-Aktionsgruppe zur Landüberwachung in Europa) initiiert. Diese Gruppe setzt sich für die Harmonisierung von Geoinformationen zur Landbedeckung auf europäischer Ebene ein.










