Stellen Sie sich einmal die Komplexität einer der weltweit größten Datenbanken mit öffentlich zugänglichen Landnutzungs- und Landbedeckungsdaten für ganz Europa vor: 170 verschiedene Datensätze mit 26 Datenprodukten – das ist der Copernicus Land Monitoring Service (CLMS)!
Wir freuen uns, dass wir als Lead eines internationalen Konsortiums im Rahmen des neuen Validierungsvertrages dazu beitragen, in den kommenden vier Jahren ein cloudbasiertes System für die robuste Validierung der meisten europäischen CLMS-Produkte zu etablieren!
Um sicherzustellen, dass der CLMS eine hohe Genauigkeit aufweist sowie den technischen Spezifikationen und Nutzeranforderungen entspricht, wird er einem strengen Qualitätskontrollprozess unterzogen. Die unabhängige Validierung berücksichtigt sowohl neue als auch etablierte Referenzdaten (z. B. von der Copernicus In Situ-Komponente). Nur so kann der CLMS das unverzichtbare Werkzeug für Forschung, Planung und Entscheidungsfindung in verschiedensten Anwendungsbereichen bleiben.
Der neue Validierungsvertrag fokussiert darauf, die Prozesse stärker zu standardisieren, effizienter zu gestalten und die Validierung sehr zeitnah durchzuführen. Denn die Datensätze sollen bereits innerhalb von drei Monaten nach ihrer Erstellung validiert werden. Teil des Konzeptes ist auch, dass nicht nur bewertet wird, wie präzise die Produkte sind. Auch die fachliche Eignung für die vorgesehenen Anwendungsbereiche wird geprüft.
Mit dem Kick-Off Anfang März bei der Europäische Umweltagentur (EEA) in Kopenhagen startete das Projekt in die erste Phase. In dieser werden das IT-System aufgebaut, geeignete Referenzdaten aufbereitet sowie die Methoden definiert. Damit wird ein gemeinsamer CLMS-Validierungsrahmen etabliert, der auf Konsistenz und Effizienz, aber auch auf Transparenz, Wiederverwendbarkeit, Reproduzierbarkeit, Nachhaltigkeit und Einhaltung relevanter Standards abzielt.
Sobald am Ende der Startphase die Betriebsfähigkeit erreicht ist, können bereits 2024 die ersten Validierungen durchgeführt werden. Hierfür sind u. a. das CLC+-Backbone-Raster 2018/2021 sowie die kommenden High Resolution Layer vorgesehen.
Das Vorhaben wird von der EFTAS Fernerkundung Technologietransfer GmbH geleitet und von JBA Consulting Ireland und COBA unterstützt.











