Bergbau, Nachhaltigkeit und Geodaten – diesen Themen widmete sich die S.C. CUPRU MIN S.A. Konferenz Ende Mai im rumänischen Abrud. Mit dabei war auch unser Projektleiter Sebastian Teuwsen, der über unsere Rolle im neuen Projekt GoldenRAM informierte.
Vom 20. bis 22. Mai 2024 trafen sich Experten und Interessierte, um den 47. Jahrestag der Gründung von CUPRU MIN zu begehen. Das Unternehmen ist auf die Produktion von Kupfer und Kupfererz spezialisiert und besitzt mit der Kupfermine Roşia Poieni die größte Kupferreserve in Rumänien und die zweitgrößte in Europa.
Vernetzung von Industrie und Wissenschaft
Im Fokus der Konferenz stand unter anderem das in diesem Jahr gestartete Projekt GoldenRAM, das Bergbauakteure aus ganz Europa zusammenbringt. Derzeit wird eine Plattform entwickelt, die für größere Transparenz im Bereich Bergbau sorgen und die Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten fördern soll. „Die Einführung der GoldenRAM Plattform stellt einen bedeutenden Fortschritt in der Geodaten-Verarbeitung und -Verfügbarkeit dar“, bringt es EFTAS-Projektleiter Sebastian Teuwsen auf den Punkt. Er stellte vor, wie EFTAS sein langjähriges Know-How im Bereich der Fernerkundung und des Bergbaus in das Projekt einbringt. „Wir sind das Bindeglied zwischen den Industriepartnern und den Wissenschaftlern und tragen dazu bei, dass die Entwicklungen so zielgerichtet wie möglich auf konkrete Bedarfsfälle vorgenommen werden.“
Spannende Einblicke in die Fortschritte von GoldenRAM gaben die Projektkoordinatoren. Marko Paavola von VTT präsentierte das Gesamtprojekt sowie die neuesten Entwicklungen. Ein weiteres Highlight war die Präsentation zur Sicherung von geografischen Daten durch Ovidiu Cosma und Dorel Gușat von der Technischen Universität Cluj-Napoca. Sie zeigten wichtige Prinzipien und Praktiken auf, um Geodaten effektiv zu schützen.
Kartierung aus der Luft
In Kürze geht das Projekt in die nächste Runde. „In den Minen Aitik in Schweden und Kevitsa in Finnland aber eben auch in Rumänien werden in Kürze die ersten Feldkampagnen durchgeführt“, erklärt Sebastian Teuwsen. „In Abrud werden vor Ort verschiedene terrestrische Proben entnommen und analysiert, um unter anderem im Bereich der Explorationstechnik neue Methoden entwickeln zu können.“
Konkret geht es darum, mit Hilfe von XRF-Detektoren per Röntgenfluoreszenzanalyse die chemische beziehungsweise mineralogische Zusammensetzung der Gesteine zu prüfen. Anschließend sollen technische Lösungen entwickelt werden, wie diese Kartierungen zukünftig aus der Luft durch Hyperspektral-Drohnen unterstützt werden können.
Weitere Informationen zum GoldenRAM-Projekt, seinen Partnern und seinen Zielen gibt es unter www.goldenram-project.eu










