Aktuelle Daten für Wuppertals Digitalen Zwilling

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Stadtgrün als Basis für die Bundesgartenschau. Datenvisualisierung: Stadt Wuppertal

Fernerkundung macht Veränderungen des Baumbestands sichtbar.

Der „DigiTal Zwilling“ ist ein lebendiges, digitales Abbild der Stadt Wuppertal, das unterschiedliche Geodaten für Planung und Stadtentwicklung zusammenführt. An seiner Entwicklung sind wir schon seit 2024 beteiligt und jetzt aktualisieren wir einen wichtigen Teil dieser Datengrundlage.

Im Auftrag der Stadt Wuppertal erfassen wir auf Basis aktueller Daten aus dem Jahr 2025 den Baumbestand im gesamten Stadtgebiet neu. Das Ergebnis: ein aktueller Überblick darüber, wo Bäume stehen, um welche Baumarten es sich handelt, welche Hinweise Fernerkundungsdaten auf ihren Zustand geben und was sich seit 2021 verändert hat.

Ein konkreter Anlass für die Aktualisierung ist die Bundesgartenschau 2031 in Wuppertal. „Für die Planungen benötigen wir ein möglichst genaues und aktuelles Bild des vorhandenen Baumbestands“, erklärt Dr. Christine Pohl, Projektleiterin des DigiTal Zwilling bei der Stadt Wuppertal. „Die neuen Daten helfen uns dabei, den Planerinnen und Planern eine verlässliche Grundlage für die weitere Arbeit zur Verfügung zu stellen.“ Gerade für einen Digitalen Zwilling ist diese Aktualität entscheidend. Denn Stadtgrün verändert sich laufend: Bäume wachsen, neue kommen hinzu, andere verschwinden und auch ihre Vitalität kann sich verändern. Durch den Vergleich der Auswertungen von 2021 und 2025 lassen sich solche Entwicklungen besser nachvollziehen.

Für die neue Erfassung nutzen wir unsere im Projekt „DigiTal Zwilling 4D“ entwickelte Baumauswertungsmethode „twin4tree“. Sie führt unterschiedliche Geo- und Fernerkundungsdaten wie Orthophotos, Höhendaten sowie ALKIS-, Sentinel-2- und PlanetScope-Daten automatisiert zusammen. „Daraus leiten wir mit KI- und Fernerkundungsverfahren unter anderem Baumstandorte, Baumarten und Vitalitätsparameter ab“, erklärt EFTAS-Projektleiter Dr. Sönke Müller. „Dass wir diese Auswertung nun mit aktuellen Daten wiederholen, macht aus einer Bestandsaufnahme ein fortschreibbares Monitoring.“

Der Auftrag zeigt, welchen Mehrwert aktuelle Geodaten für Digitale Zwillinge haben: Sie bilden nicht nur einen Zustand ab, sondern machen Veränderungen über die Zeit sichtbar.

Hinweis: Der DigiTal Zwilling ist Teil des Förderprogramms Smart Cities Made in Germany des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen. Die Aktualisierung und Automation wurde im Rahmen der projekteigenen Forschungskooperation DigiTal Zwilling 4D untersucht.

Bild: Datenvisualisierung der Stadt Wuppertal

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