Erfolgreiche Bürgerveranstaltung zum Projekt Monitoring Epe
Am 6. Februar 2025 fand im Ratssaal in Gronau-Epe die Präsentation der neuesten Ergebnisse des Forschungsprojekts Monitoring Epe statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von Forschungszentrum Nachbergbau (FZN), der Stadt Gronau, der EFTAS GmbH und der Bürgerinitiative Kavernenfeld Epe. Mit 78 Teilnehmenden, darunter Expert:innen und Vertreter:innen relevanter Institutionen, war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.
Neue Flächenmethoden der Radar-Fernerkundung im Einsatz
Im Mittelpunkt standen die Resultate des satellitengestützten Bodenbewegungsmonitorings aus dem Zeitraum 2015 bis 2024 sowie die Analyse der Hochwasserereignisse der Jahre 2023 und 2024.
Dr. Andreas Müterthies und Sebastian Teuwsen von EFTAS präsentierten die Ergebnisse der neu angewandten eSBAS-Methode (enhanced Small Baseline Subset) – einer innovativen Flächenmethode der Radar-Satellitenfernerkundung. Diese macht die Bewegungen der Tagesoberfläche sichtbar und ist im Gegensatz zur bisher angewandten PSI-Methode (Persistent Scatterer Interferometry) nicht nur für bebaute Gebiete, sondern auch für Freiflächen geeignet. „Durch unsere Analysen konnten wir feststellen, dass Bodenbewegungen eine komplexe Wechselwirkung verschiedener Faktoren darstellen“, betont Dr. Andreas Müterthies. „So wirken sich die Untergrundgasspeicherung, der Füllstand der Speicher sowie der Grundwasserstand und Veränderungen der Bodenfeuchte signifikant auf die Bewegungsdynamik in der Region aus.“
In intensiven Diskussionen, an denen auch Vertreter:innen der Bezirksregierungen Arnsberg und Münster sowie die Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen und die Wasserbehörde Waterboard Vechtstromen teilnahmen, wurden darüber hinaus die gewonnenen Erkenntnisse und strategische Ansätze für den Hochwasserschutz ausführlich diskutiert.
Geo-IT schafft Transparenz
Die Forschungskooperation Epe klärt bereits seit 2021 mit modernster Satellitentechnologie, lokalen Daten und dem Wissen der Bürger:innen, welche Bodenbewegungen von den örtlichen Kavernen beeinflusst werden und welche natürliche Ursachen haben.
Die Veranstaltung unterstrich einmal mehr eindrucksvoll, wie das Projekt „Monitoring Epe“ zum besseren Verständnis geowissenschaftlicher Prozesse beiträgt und Transparenz für die Region schafft. Die Diskussionen lieferten wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung nachhaltiger Schutzmaßnahmen und ein fortlaufendes Monitoring der Bodenbewegungen. Die Organisatoren dankten allen Teilnehmenden für ihr Engagement und freuen sich auf die weitere Zusammenarbeit, um die gewonnenen Erkenntnisse in zukunftsweisende Maßnahmen zu überführen.
Weitere Informationen gibt es unter https://monitoring-epe.de.










