Die Verbindung vom Küstenschutz in Algerien und den Multicoptern ist der Besuch von Mohamed Radhwen Khelifi Touhami, den wir im Rahmen eines Capacity Building Trainings in Münster begrüßen durften. Er ist Projektleiter und Geodatenexperte bei der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Algerien.
Sein aktuelles Projekt PEBLA zielt darauf ab, die einzigartige Küstenlandschaft von Algerien zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Durch die Einbindung des privaten Sektors und des Tourismusbereichs sowie durch die Stärkung lokaler Akteure werden die Voraussetzungen für eine integrierte Küstenzonenverwaltung verbessert und gleichzeitig die Schaffung neuer Schutzgebiete ermöglicht.
„In Workshops und Schulungen tauschen wir uns regelmäßig mit internationalen Gästen über GeoIT und Umweltmonitoring aus.“ berichtet Luca Kleinewillinghöfer, der für uns schon oft in verschiedenen afrikanischen Staaten aktiv war. „Anhand unserer aktuellen Projekte haben wir mit Radhwen wichtige Aspekte von GIS, Fernerkundung und Multicopterkartierung diskutiert, die für eine moderne Nationalparkverwaltung von Bedeutung sein können. So wurde eine stabile fachliche Brücke nach Algerien und zum Projekt PEBLA geschlagen.“
Bei bestem Münsterländer Flugwetter konnten wir unsere Multicopter auch in der Praxis einsetzen und deren Potenzial fürs Umweltmonitoring sehr praxisnah demonstrieren.
„Das hohe technische Niveau in Kombination mit der herzlichen und freundlichen Atmosphäre hat mein Training bei EFTAS wirklich bereichert“, fasst Radhwen seinen Besuch zusammen. „Bereits 2019 haben wir gemeinsam einen QGIS-Leitfaden für das Management von Schutzgebieten in Algerien entwickelt, der immer noch weit verbreitet ist und die höchsten Downloads auf unserer Website aufweist. Genau so kann internationale Zusammenarbeit den Umweltschutz voranbringen. Deshalb freue ich mich auf zukünftige gemeinsame Projekte und Treffen!“
Der Besuch von Radhwen umfasste auch Besuche in verschiedenen Nationalparks und Schutzgebieten. Dabei wurden unter anderem Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Menschen, die ein Schutzgebiet in ihrer Freizeit oder im Urlaub besuchen, informieren und nachhaltig durchs Gebiet lenken kann.
„Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit Radhwen! Neben der persönlichen Begegnung bedeutet der Austausch mit internationalen Partnern für uns stets einen wichtigen Perspektivwechsel.“ zieht unser Kollege Luca ein Fazit des Besuchs. „Wir erfahren immer auch viel über die lokalen Gegebenheiten. So können wir andere Akteure in den jeweiligen Regionen sehr gezielt beraten und mit ihnen gemeinsam geeignete Lösungen entwickeln.“
Fotos: Mohamed Radhwen Khelifi Touhami mit unseren Kollegen Michael Kobs und Martin Schladör beim Multicopter-Training im Münsterland










